Die Tatsache, dass ohne Zufuhr einer dem Körpergewicht und der sportlichen Aktivität entsprechenden Menge biologischen Proteins kein Fortschritt erzielt werden kann, ist sicher jedem bekannt.
Betrachtet man diese Aussage genauer, so sind die Mengen klar definiert. Ein Nicht-Sportler kommt mit 0,8 g/kg Körpergewicht pro Tag aus. Ein reiner Fitness-Sportler sollte 1,2 g/kg und ein fortgeschrittener Sportler 1,5 g/kg konsumieren. Leistungssportler, also auch intensiv trainierende Bodybuilder liegen bei 2 g/kg und Hochleistungssportler können bis zu 2,5 g/kg als optimale Zufuhr benötigen.
Was aber bedeutet hohe Biologische Wertigkeit?
Hier besteht doch einige Verwirrung und es wird hier mit allerlei nicht miteinander vergleichbaren Zahlen jongliert. Es gibt unterschiedliche Methoden, die Eignung eines Nahrungsmittels zur Biosynthese von Körperprotein zu bestimmen. Entscheidend sind vor allem der Gehalt an essentiellen Aminosäuren und die Verfügbarkeit der im Protein enthaltenen Aminosäuren. Hier sei noch einmal kurz erklärt, dass alle Proteine aus Aminosäuren aufgebaut sind. Hierbei unterscheidet man acht essentielle und die nicht-essentiellen Aminosäuren. Essentiell bedeutet, dass diese Aminosäuren unbedingt mit der Nahrung aufgenommen werden müssen, während die nicht essentiellen durch Umbau der essentiellen vom Körper im Bedarfsfall auch hergestellt werden können. Daraus leitet sich ab, dass der Gehalt an essentiellen Aminosäuren im Protein von grundlegender Bedeutung ist. Die acht essentiellen Aminosäuren sind: Methionin, Lysin, Valin, Leucin, Isoleucin, Phenylalanin, Tryptophan und Threonin.
(Quelle: Ein Bericht von Rainer Zirkelbach, staatlich geprüfter Lebensmittelchemiker, mit der freundlichen Genehmigung von Sport & Fitness) |